letzte Änderung
23 Mai, 2011

chiens_3-28
Hund-0178
BuiltWithNOF
Es hängt ein 
Hundehalsband an der Wand

Eines Tages, o großes Glück,
kam Herrchen mit dir unter`m Arm zurück.
Ein Bündel, so schwarz und so klein.
Ich glaub's kaum, du bist wirklich mein?

In der ersten Nacht weintest du bitterlich.
Du fandest deine Mutter nicht.
Neben dem Bett lagst du winzig klein
Und tröstetest dich mit meinem Bein.

Die Treppen, sie waren zu hoch für dich.
Auf den Armen trugen wir dich.
Kriegen spielten wir um Tische und Bänke.
Dein Hinterteil flog gegen die Schränke.

Mit der Zeit lerntest du bellen.
Jeden Besucher musstest du stellen.
Auch allein sein wolltest du nicht.
Hattest Angst, wir ließen dich im Stich.

Nun wurdest du älter, man merkte es schon.
Dich bracht schon vieles nicht mehr aus der Facon.
Dein langsamer Gang war der beste Beweis.
Wir wünschten dich lange noch in unserem Kreis.

Aber leider, nun war es so weit.
Viel zu schnell verging die Zeit.
Es fiel dir schon schwer länger zu steh'n.
Auch konntest du nicht mehr so gut geh' n.

Eines Tages knicktest du ein.
Nun kann der Abschied, es musste wohl sein.
Das war unser letzter, und mein schwerster Gang.
Dreizehn Jahre gabst du mir Glück.
Mit Dankbarkeit denk' ich an dich zurück.

Und nun hängt ein Hundehalsband an der Wand.

 

[Es hängt ein  Hundehalsband an der Wand]