letzte Änderung
23 Mai, 2011

chiens_3-28
Hund-0178
BuiltWithNOF
Pascha

Pascha war das Ergebnis eines „Unfalls“ zwischen einer Langhaar-Schäferhündin und eines Collie-Schäfer- Mixes. Ich konnte es kaum erwarten bis die Welpen endlich auf die Welt kamen. Am 25. Februar war es endlich so weit und ich bin am gleichen Tag noch hingefahren, um sie mir anzusehen. Ich war fast jeden Tag da und ich glaube, ich habe den Besitzer ganz schön genervt. Dankenswerterweise hat er sich nie beklagt, er wusste, dass ich es nicht erwarten konnte, einen Welpen mit nach Hause zu nehmen. Als die Welpen acht Wochen alt waren, war es dann endlich so weit – ich konnte Pascha zu mir holen.

Da ich die erste Wahl unter den Welpen hatte, hatte ich mir natürlich den stärksten ausgesucht und ich musste es nie bereuen. Pascha entwickelte sich zu einem Traumhund, einem starken, selbstbewussten Rüden. Er war wunderschön mit dem langen Haar seiner Mutter und der Fellfarbe seines Vaters.

Pascha war absolut menschenfreundlich. Nur ans Auto durfte keiner, das hat er mit den Zähnen verteidigt. Naja, einen Spleen darf ja auch ein Hund haben.

Aber auch mich durfte niemand angreifen, schon der Versuch wurde im Keim erstickt.

Mit Pascha machte ich die traditionelle Schutzhundeausbildung und das mit großem Erfolg. Wir kamen bis zur SchH3, und dann war es wieder zu Ende. Mit 3 Jahren wurde eine schwere Arthrose auf beiden Hüftgelenken festgestellt und damit war die sportliche Laufbahn beendet. Ich habe es zwar noch mit Fährtenhundarbeit versucht, aber das war noch nie mein Ding. Bei der ersten FH erreichten wir bei schwierigem Gelände immerhin 90 Punkte, aber nach 3x ungenügend habe ich aufgegeben.

Wir sind wandern gegangen, zuerst 20 km, dann nur noch 10 km, und schließlich war auch das vorbei.

Als er 7 Jahre alt war, entschloss ich mich, einen Welpen dazu zu nehmen, da ich ja wusste, dass Pascha nicht alt wird. Wenn ich gewusst hätte, was ich ihm damit antue, hätte ich es gelassen. Im Februar 1993 zog Harro bei uns ein. Es hat sehr lange gedauert, bis Pascha ihn akzeptiert hatte. Aber dann waren sie ganz dicke Freunde und der eine ohne den anderen nicht mehr vorstellbar. Pascha ist noch mal sichtlich aufgelebt, der Kleine hat ihm gut getan.

Und dann kam der ganz dicke Hammer. Harro wurde ermordet. Pascha hat ganz enorm getrauert und dieser Umstand hat sicherlich auch den rapiden Abbau seiner Gesundheit ausgelöst. Als ich Sonntagmittags mit ihm spazieren war, begann er auf einmal zu torkeln als wolle er gleich umfallen. Ich bin sofort nach Hause und am nächsten Morgen zum Tierarzt. Diagnose: Leukose im Endstadium, keine Rettung mehr möglich. Nur zwei Wochen nach Harro’s Tod musste ich auch Pascha zur Regenbogenbrücke schicken.

 

back-0014
[Pascha]